asvantifa http://asvantifa.blogsport.de [ASV] - Jugendantifa Pankow Thu, 04 Feb 2016 01:22:12 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Dein erster Eintrag http://asvantifa.blogsport.de/2016/02/04/erster-eintrag/ http://asvantifa.blogsport.de/2016/02/04/erster-eintrag/#comments Thu, 04 Feb 2016 01:22:12 +0000 Administrator http://asvantifa.blogsport.de/2016/02/04/erster-eintrag/ Hallo und herzlich willkommen auf blogsport.de. Dies ist Dein erster Eintrag in Deinem neuen Weblog. Bearbeite ihn oder lösche ihn einfach! Und natürlich viel Spaß beim Bloggen!

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Der Tod ist ein Meister aus Deutschland http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/27/der-tod-ist-ein-meister-aus-deutschland/ http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/27/der-tod-ist-ein-meister-aus-deutschland/#comments Thu, 26 Jan 2012 01:26:06 +0000 Administrator Neonazismus Antisemitismus Nationalismus Rassismus http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/27/der-tod-ist-ein-meister-aus-deutschland/ In Hamburg und Frankfurt/Main wird es am Sonnabend, den 28.Januar, Demonstrationen unter dem Motto „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ geben – aus Solidarität mit den Opfern des Naziterrors, als Zeichen gegen die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), für die Zerschlagung des Verfassungschutzes und um der rassistischen Mehrheitsgesellschaft auf die Füße zu treten.

der tod ist ein meister aus deutschland

Hier der entsprechende Aufruf der Hamburger Gruppe Kritikmaximierung:

Error 404 – Nazis Not Found

Über zehn Jahre lang konnte die Nazigruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« in Deutschland unbehelligt und frei von jedem staatlichen Verfolgungsdruck zehn Menschen ermorden: Halib Kılıç und Theodorus Boulgarides in München, Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru und Ismail Yasar in Nürnberg, Yunus Turgut in Rostock, Halit Yozgat in Kassel, Mehmet Kubasık in Dortmund, Michèle Kiesewetter in Heilbronn und Süleyman Tasköprü in Hamburg. Weitere Anschläge, wie eine Nagelbombe in Köln, gehen wahrscheinlich auch auf das Konto des NSU. Aus diesem Grund finden am 28.01.2012 in Hamburg und Frankfurt a.M. antifaschistische Demonstrationen statt, zu deren Teilnahme wir aufrufen.

Überraschte Betroffenheitsprofis
Wir gehen auf die Straße, um der Ermordeten zu gedenken und ihren Freund_innen und Familien unsere Solidarität zu zeigen. Uns widern die zur Schau gestellte Überraschung und die einstudierten Betroffenheitsrituale des »besseren Deutschlands« an. Berufspolitiker_innen und Zivilgesellschaftsfunktionär_innen, Leitmedien und Kirchenvertreter_innen wirken schockiert und packen derzeit routiniert ihren Trauerwerkzeugkasten aus, wie dutzende Male zuvor. Doch überrascht von solchen Taten kann nur sein, wer die 182 Menschen ignoriert, die seit 1989 von Anhänger_innen eines »Vierten Reichs« ums Leben gebracht wurden. Wer diese Zahlen immer wieder systematisch herunter rechnet, politische Motive von rechten Gewalttaten nicht zur Kenntnis nimmt und die alltäglichen Waffenfunde bei organisierten Neonazis als harmlose Sammelobjekte bagatellisiert – den_die muss die jetzt bekannt gewordene Welle des Naziterrors kalt erwischt haben.
Umso routinierter wurde in Windeseile ein zerknautschtes Gesicht aufgesetzt, eine wohlformulierte Rede gehalten, zum Empfang geladen und ein Kondolenzschreiben verfasst. Die Betroffenheit, so ehrlich sie auch gemeint sein mag, findet im gesellschaftlichen Normalvollzug kaum eine Entsprechung. Denn auch wenn »das bisschen Totschlag« im aktuellen common sense aus Imagegründen und von uns aus auch aufgrund des hiesigen »Wertekanons« zu weit gehen mag, ein bisschen Alltagsrassismus hier und ein bisschen Abschiebung da dürfen es allemal sein. Es ist diese Bigotterie, die den vielzitierten bürgerlichen Anstand aufgrund konkreter Empathie-Engpässe als Fassade entlarvt.

Aufstand der Anständigen
Dabei bezweifeln wir gar nicht, dass die etablierten Parteien und gesellschaftlichen Eliten mittlerweile ehrlich etwas gegen Nazis haben. Der von Gerhard Schröder 2000 initiierte »Aufstand der Anständigen« war eine der Säulen zur Modernisierung Deutschlands. Der restaurative Staub, der über der alten Bundesrepublik lag, in deren Schaltzentralen es sich die alten Nazis bis zur Pensionierung gemütlich gemacht hatten, wurde mit der Regierungsverantwortung der 68er-Generation aufgewühlt und zum größten Teil abgetragen – mit der erstaunlichen Folge, dass Deutschland selbst aus der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden noch moralisches Kapital zu schlagen wusste.
Der neuen globalen Rolle dieses Landes war die alte Realität nicht mehr zuträglich. Als ökonomischer Exportweltmeister und derzeit wichtigster Einflussfaktor innerhalb der Europäischen Union galt und gilt es den eigenen Laden vorbildlich, weltoffen und ohne schlechte Schlagzeilen zu führen.
Aus diesem Grund kann die Demonstration unter dem Motto »Hinter den Faschisten steht das Kapital«, die vor Kurzem bereits wegen der NSU-Morde in Hamburg stattgefunden hat, in ihrer Analyse nur als blödsinnig bezeichnet werden. Das deutsche Kapital hat 2012 kein Interesse an Nazis; weniger noch: die Faschist_innen versauen ihm die Geschäfte. Adidas Trainingsjacken und Siemens Kühlschränke, EU-Rettungspakete und deutsche Kriegseinsätze sollen mit deutscher Wertarbeit und Berliner Partytoleranz – aber um Himmels Willen nicht mit Nazikillern assoziiert werden. Die regierungsoffiziellen Bemühungen gegen Rechts dienen der Eindämmung des internationalen »Standortnachteils Neonazis«. So werden nicht umsonst die Hamburger »Aktionswochen gegen Rassismus« im März von Skoda, Warner Music und Google gesponsert und unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters abgehalten. Das antirassistische Engagement, vor allem deutscher Firmen, lässt sich in solchen Kontexten wunderbar vermarkten. Die mangelhafte und zu späte Aufarbeitung der NS-Vergangenheit deutscher Konzerne oder ihre Bereitschaft, Geschäfte mit diktatorischen Regimes anzustoßen oder aufrecht zu erhalten, stehen dem nicht entgegen. Mit Blick auf den Standort wird dies von der Regierung meist unterstützt oder zumindest geduldet. Deutschland nimmt schließlich weltweit politisch und wirtschaftlich eine dominante Rolle ein, die es mit kriegerischen Mittel vielleicht nie erreicht hätte.

Pannen als System
Unter den staunenden Augen einer Antifa-Bewegung, die sich bis dato allein auf weiter Flur gegen die Faschos wähnte, zeigte im »Antifa-Sommer« 2000 erstmals auch der Staat ein Interesse an der Bekämpfung des rechten Randes der deutschen Gesellschaft. Wie brüchig dieses Engagement aber schon damals war und heute noch ist, illustriert das Versagen und die Verstrickungen deutscher Sicherheitsbehörden in den Nationalsozialistischen Untergrund. Nach allem was bisher bekannt ist, lässt sich die Frage, wer in Zwickau und Jena hauptamtlich beim Verfassungsschutz und wer hauptamtlicher Nazikader war, nur mit Blick auf die jeweiligen Arbeitsverträge auflösen. Mit Millionenzahlungen wurde scheinbar in Thüringen darüber hinaus die Naziszene durch das Landesamt für Verfassungsschutz alimentiert und aufgebaut. Zumindest zur Sicherung der eigenen Jobs hat sich der Nachrichtendienst die Verfassungsfeinde herangezüchtet, die sich zu beobachten lohnten. Ihr zartes Pflänzchen sollte begangenen Verbrechen zum Trotz erhalten bleiben. Darum hat der VS »seine Nazis« allem Anschein nach auch vor der Strafverfolgung durch andere Behörden geschützt.
Nicht viel besser sehen Polizei und Staatsanwaltschaft aus. Sie haben die NSU-Mordserie im Laufe ihrer Ermittlungen über Jahre hinweg allein durch die rassistische Brille interpretiert. Wenn in der gesamten BRD türkisch- und griechisch-deutsche Kleinunternehmer hingerichtet werden, dann müssen sie halt selbst Dreck am Stecken gehabt haben. Verbindungen zum Drogenhandel oder zur Mafia wollten sich nur leider auch nach größten Ermittlungsanstrengungen nicht finden lassen. Eine »Soko Bosporus«, die »Dönermorden« der »Halbmondmafia« nachjagt, steht gelinde gesagt nicht gerade im Verdacht, auch Hinweisen ins rechte Milieu nachzugehen. Es scheint sich auch hier zu bestätigen: wie man denkt, so spricht man. Dabei können die Ermittlungsbehörden ihr Versagen nicht damit entschuldigen, dass während der Mordserie über Jahre kein Bekennerschreiben oder -video des NSU kursiert habe und deshalb Nazis nicht als Täter_innen erkennbar gewesen seien. Die zynische Pink-Panther-DVD tauchte schließlich erst im November 2011 auf.
Die Selbstzweckhaftigkeit der deutschen Tat machte aus Sicht des NSU hingegen jede weitere Erklärung überflüssig. Die Morde vermittelten sich aus sich heraus und wurden von Migrant_innen als rechte Bedrohung erkannt und von der Naziszene abgefeiert. Verwiesen sei nur auf den Rechtsrocksong »Döner Killer« von der Band »Gigi & die braunen Stadtmusikanten«, der im Sommer 2010 veröffentlicht wurde. An der »Soko Bosporus« ging das offensichtlich vorbei.
Die jetzt bekannt gewordenen Taten sind vielleicht in ihrer unerkannten Langlebigkeit einzigartig, keinesfalls jedoch in ihrer Struktur und ihrem Wechselspiel mit einzelnen deutschen Behörden. Die Praxis der verantwortlichen Stellen im Zusammenhang mit dem NSU läuft der oben beschriebenen bundesrepublikanischen Selbstdarstellung entgegen. All das, was von der Bundesregierung und aus dem Bundestag seit Jahren über Integration und Weltoffenheit, Toleranz und Respekt gegenüber »ausländischen Mitbürgern« gepredigt wurde, wird hier zur Farce. Die Bekämpfung der Nazis erfolgte halbherzig und mit bedenklichen Mitteln. Deshalb konnten sich die Neonazis des NSU in Deutschland wie Fische im Wasser bewegen.
Eine lückenlose Aufklärung der Morde und der Mitschuld der deutschen Behörden soll nun ein Untersuchungsausschuss des Bundestages leisten. Wir glauben nicht so recht an die Einlösung dieses Auftrags: ob die eine Krähe wirklich bereit ist, der anderen die Augen auszuhacken, wird sich erst zu erweisen haben. In der ersten Sitzung des Gremiums am 18.01.2012 jedenfalls, wurde durch die Bundesanwaltschaft und das BKA in gewohnter Manier gemauert. Selbst Wolfgang Bosbach aus dem rechten CDU-Flügel war danach nicht mehr zu staatstragenden Vertrauensbekundungen aufgelegt und ätzte in der Süddeutschen Zeitung über den Sicherheitsapparat: »Die etwas dazu zu sagen haben, kommen nicht, und die, die kommen, können nichts sagen.« (SZ, 20.01.2012)

Kein Antifaschismus ist auch keine Lösung
Ungeachtet des Aufklärungsproblems erweisen sich die staatlichen Stellen als unfähig, die Naziideologie gesellschaftlich zu erfassen. Als Erklärungsmuster dient ihnen eine »Extremismustheorie«, die aus dem Umfeld des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts zum Leidwesen des Werkes von dessen Namensgeberin hochgeschrieben wurde und die seit der Regierungsübernahme durch CDU/CSU und FDP wieder hoch im Kurs steht. Auf offene Ohren stößt die Extremismustheorie vor allem bei Familienministerin Kristina Schröder (CDU), die sie z.B. mit absurd anmutenden »Aussteigerprogrammen für Linksextremisten« in praktische Politik überführt.
Inhaltlich beschwört dieser Ansatz eine Bedrohung der Demokratie durch vermeintliche »Extremisten« im Allgemeinen herauf, unabhängig von konkreten Einstellungen und politischen Zielen. Es wird ein esoterisches Ruhen der »freiheitlich demokratischen Grundordnung« in ihrem Zentrum – eine »Mitte der Gesellschaft« – behauptet, die sich nach links und rechts hin klar abgrenzen lasse. So kann die Verbreitung von Rassismus, Antisemitismus oder Antiziganismus in der deutschen Mehrheitsbevölkerung, die unter anderem Wilhelm Heitmeyer in seinen jährlichen Studien »Deutsche Zustände« nachweist, abgespalten und an den schmutzigen Rand der Gesellschaft verschoben werden. »Links- und Rechtsextremisten« lassen sich damit gedanklich als zwei Seiten einer Medaille verschweissen. In der Praxis geht es den Behörden allerdings nicht so sehr um Gleichmacherei: im Zweifelsfall steht der Feind immer noch links. Konsequenterweise werden Beratungsstellen und Projekte gegen Rechts unter Generalverdacht gestellt und zur Unterzeichnung einer »Extremismusklausel« gedrängt. Ansonsten droht die Streichung von Geldern, die dringend notwenig waren und sind, um beispielsweise in ostdeutschen Landstrichen gewisse Mindeststandards zu wahren. Der sächsische Innenminister Markus Ulbig muss den Extremismusbegriff selbst in einer Erklärung zu den NSU-Morden bemühen: »Antifaschismus ist nicht die richtige Antwort, sondern Demokratie – Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft heraus.« Ulbigs »Mitte der Gesellschaft«, die sich nicht antifaschistisch auseinandersetzt: ihr gehört in der sächsischen Schweiz oder im Muldentalkreis die Straße.

Deutschland 2012

Mit dem Blick auf das gesellschaftliche Klima in diesem Land, halten wir es dennoch für falsch, ungebrochen an einer Kritik der deutschen Zustände von vor 20 Jahren festzuhalten oder diese unter dem Eindruck der NSU-Morde zu reaktivieren. Weder belegen diese Taten einen rechten Konsens, noch eine hegemoniale Durchsetzung völkischer Ideologie. Ein bedauerlicher Einzelfall in einer rundum modernisierten offenen Gesellschaft sind sie andererseits aber auch nicht. Die durchaus gegensätzliche Empirie dessen, was heute deutsch ist, muss man aber wahrnehmen wollen, um nicht Gefahr zu laufen, lediglich liebgewonnene Erklärungsmuster gegen die Realität zu imprägnieren und das Ganze als Gesellschaftskritik zu verkaufen. Wir sehen vielmehr derzeit eine Gleichzeitigkeit bzw. Ungleichzeitig gesellschaftlicher Entwicklungen, die entlang ökonomischer Parameter, sowie der strukturellen Differenz von Metropole und Peripherie verlaufen.
Von Flensburg bis Rosenheim, von Saarbrücken bis Zwickau gibt es nach wie vor das postnazistisch und fremdenfeindlich aufgeladene Alltagsbewusstsein in der Bevölkerung unter der Losung »Wir sind Deutsche, was seid ihr«. Es entlädt sich in übler Regelmäßigkeit in dem Moment, in dem sich diese Deutschen zu »Fun« zusammenrotten. Wo es nichts zu lachen gibt, weder im ökonomischen, politischen wie zwischenmenschlichen Verkehr, findet man allein im Hass zusammen. Die Nachbarn, die seit Jahren um die Farbe des Giebelanstrichs über Kreuz liegen, leben in der Sicherheit der auf den ersten Blick identifizierbaren Staatszugehörigkeit. Diese ist weniger durch Formalitäten wie Geburtsort und Passbesitz geregelt als durch »natürliche und kulturelle Eigenheiten«: Weißsein, Sprache, Habitus und Kleidungsstil. Wer abweicht, macht sich verdächtig. Wer angeblich den Lärm der Bierbänke oder die örtliche Grabesstille stört, zieht grenzenlose Wut auf sich. Unter den Blicken und dem Mitwissen der Mehrheitsbevölkerung können sich in solchen Landstrichen Nazis ungebremst ausleben. Ein_e »Andere_r« für ihre Schläge und Tritte wird sich schon finden lassen: Migrant_innen, Obdachlose, gehandicapte Menschen oder junge Punks. Unzählige Male gab es solche Taten. Nach Hetzjagden und Übergriffen wurden von der Lokalpolitik aber nicht die Nazis als das eigentliche Problem benannt. Sofern man ihnen nicht gar mit Verständnis begegnete, attestierten die Verantwortlichen den Medien, durch kritische Berichterstattung dem Ansehen und dem Tourismus des Ortes zu schaden.
Das ist das Deutschland der 1990er-Jahre und es ist allen Absichtsbekundungen der Bundesregierung zum Trotz auch 2012 noch quicklebendig. Den nationalbefreiten Zonen und Browntowns (und zwar nicht nur im Osten) konnte der nachhallende »Aufstand der Anständigen« nichts anhaben.
In Berlin, Frankfurt a.M., Stuttgart, München oder Hamburg sieht das etwas anders aus. Dass die Großstädte eben nicht homogen konstituiert sind, wird dort mittlerweile gut gefunden. Migrant_innen kennt man zwar nicht persönlich, aber als Staffage für einen bunten Multikulti-Alltag eignen sie sich ganz vorzüglich. (Das ist nebenbei bemerkt eine Vorstellung, die sich eine offene Gesellschaft als positiv-rassistischen Karneval der Kulturen bastelt, der Migrant_innen pausenlos auf den Folklorismus »ihrer Kultur« verpflichtet und darüber auch bei repressiven Familien- oder Geschlechterpraxen mal ein Auge zudrückt.) Der Hauch von Internationalität und Kosmopolitismus wird hier im individuellen Selbstbild der Bevölkerung als Weltläufigkeit affirmiert. Das ist das Deutschland, das der Bundesregierung vorschwebt und das in den Metropolen seine Entsprechung findet. Es verwundert kaum, dass hier schwarz-rot-gold nicht mehr mit dem völkischen Rassismus verbunden wird, bei dessen Manifestationen in Rostock oder Hoyerswerda die Nationalfahne flatterte. Schwarz-rot-gold gerät 2012 in Altona oder Friedrichshain hingegen zum angesagten Accessoire einer zurecht drappierten Toleranzrepublik. Die Jugendlichen in den Straßencafés und ihre Alten in den Opernhäusern identifizieren sich mit einer Nation, in der nicht Christian Worch und Holger Apfel, sondern Xavier Naidoo und Nazan Eckes als Kulturbotschafter_innen bestellt sind.
Um nicht falsch verstanden zu werden: wir wissen selbst, dass 1. die Metropole und das mit ihr einhergehende gesellschaftliche Klima bereits in Hamburg-Rahlstedt endet, dass 2. das zuvor beschriebene Selbstverständnis eines weltoffenen Deutschlands, das der bürgerlichen Mittelschicht und ihrer Eliten ist und dass 3. bei Bedarf die Toleranz schnell entzogen werden kann. Als eine Frage von Repräsentation und Machtverhältnissen erweist sich für den politischen Kurs der bundesdeutschen Politik aber als durchaus entscheidend, dass eben dieses bürgerliche Milieu derzeit von Berlin-Mitte und nicht von Limbach-Oberfrohna aus den Ton angibt. Inwieweit die Liberalisierungstendenzen nachhaltig sind, bleibt aber offen. Dass sie sich selbst in der CDU Bahn gebrochen haben, ist zwar erstaunlich, sagt aber rein gar nichts über die Unumkehrbarkeit des Wandels. Denn in der Regierungspartei verschafft sich zunehmend auch eine restaurative Bewegung gegen den Kurs von Angela Merkel Gehör. Ein denkbarer Streik der Konservativen, die wohlgemerkt gleichzeitig der jüngeren Partei-Generation angehören, und ein entsprechender ideologischer Rollback wäre auch ein Repräsentationsaufstand der Provinz.
Das Verhältnis von Metropole und Peripherie halten wir für eines, jedoch nicht für das alleinige Entscheidungskritierium für die Frage, ob sich die herrschende Modernisierungsideologie verfängt. In dem gleichen Maße, wie die Metropole im Gegensatz zur Peripherie den Anforderungen des Spätkapitalismus entspringt – der Kapitalismus nicht ohne die Großstadt denkbar ist – lässt sich die Hartnäckigkeit von völkischem Deutschtum und seinem Rassismus nicht ohne die ökonomischen Verhältnisse verstehen. Gerade deshalb sticht das völkische Ticket, ungeachtet unserer vorstehenden These, auch nach wie vor in so genannten strukturschwachen deutschen Großstädten, während prosperierende Teile der Provinz davon bisweilen verschont sind.
Mit Blick auf den Zusammenhang von Rassismus und Kapitalismus ist auch im modernisierten Deutschland entscheidend, über welchen ökonomischen Status man verfügt: ob man als migrantische_r Hartz IV-Empfänger_in oder »ausländische Fachkraft« in diesem Land lebt; ob man als Flüchtling vor Lampedusa oder als solvente_r Tourist_in auf der »Costa Concordia« im Mittelmeer ertrinkt. Dass das Ressentiment zudem vom jeweiligen Migrationshintergrund abhängt und Menschen »aus« Westeuropa oder der Türkei in jeweils völlig anderem Maßstab entgegen schlägt, sei hier nur am Rande erwähnt.
Darüber hinaus machen ökonomische Krisensituationen offensichtlich auch aus selbsternannten deutschen »Weltbürger_innen«, überzeugte Rassist_innen. Nicht nur das Bestseller-Buch von Thilo Sarrazin weist in diese Richtung. In der derzeitigen Eurokrise wird auch gesamtgesellschaftlich das Bild des faulen, unproduktiven »Südländers« kolportiert, der »unseren« Wohlstand verjubele und diszipliniert werden müsse. Bezeichnend für den selbstbewussten deutschen Nationalstaat ist die wirtschaftliche Belehrung und Bevormundung Griechenlands unter vollkommener Ausblendung der Ausplünderung des Landes und der Ermordung seiner Bürger_innen während des Zweiten Weltkrieges. Weder in den Medien noch auf parlamentarischer Ebene werden die ausstehenden Entschädigungszahlungen für die Massaker der deutschen Wehrmacht auf Kreta sowie in Kalavryta, Komeno und Distomo thematisiert.

»People will always talk, so lets give them sumthin to talk about« (Lady Gaga)
Die BRD mag »tatsächlich die lockerste Demokratie und mit Abstand der entspannteste Gewaltmonopolist [sein], der jemals deutsche Pässe ausgegeben hat« (…Ums Ganze: Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit. Zur Kritik des kapitalistischen Normalvollzugs, S.9.) – nicht nur aufgrund des beschriebenen institutionalisierten und alltäglichen Rassismus ist für versöhnliche Töne aber kein Raum. Einer kritischen Analyse Deutschlands auf der Höhe der Zeit sollte es darum gehen, die hiesige Gesellschaft als ein Feld von Auseinandersetzungen zu begreifen, in dem sich 2012 postnazistische und modernisierte Momente verschränken. Nur so lassen sich die ideologischen Hintergründe, das Möglichwerden und die staatlich verhinderte Aufklärung der NSU-Morde begrifflich fassen, ohne von den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten zehn Jahre abzusehen. Der Versuch einer aktualisierten Kritik, wie sie von antinationalen Kommunist_innen in den letzten Jahren formuliert wurde, nimmt im Gegensatz dazu die deutsche Modernisierungsideologie allzu voll und klammert die nationalsozialistische Vergangenheit und ihr Fortleben weitgehend aus.

Kritikmaximierung Hamburg
Januar 2012

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Den WKR-Ball in Wien unmöglich machen! http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/26/den-wkr-ball-in-wien-unmoeglich-machen/ http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/26/den-wkr-ball-in-wien-unmoeglich-machen/#comments Thu, 26 Jan 2012 01:16:08 +0000 Administrator Neonazismus Geschichtsrevisionismus Nationalismus Sexismus Rassismus http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/26/den-wkr-ball-in-wien-unmoeglich-machen/

Vienna Calling – Den WKR-Ball crashen!
…umsGanze!-Aufruf zu den Protesten gegen den WKR-Ball 2012

Ausgerechnet am Holocaust Memorial Day, dem 27. Januar 2012, findet in der Wiener Hofburg mit dem 59. Ball des reaktionären Wiener Korporationsrings (WKR) einer der zentralen Events der europäischen Rechten statt. Was auf den ersten Blick wie ein gesellschaftliches Stelldichein in Frack, Schärpe und Schmiss erscheint, hat es tatsächlich in sich: mit diesem Ball gelingt, was sonst Seltenheitswert hat, nämlich der gesellschaftliche Schulterschluss zwischen Neonazis, Burschenschaftern, RechtspopulistInnen und Mitgliedern der etablierten Elite. Entsprechend ist der Ball auch alles andere als eine unpolitische ‚Feierei’. Und das jährliche Ritual ist mehr als ein albernes Relikt. Der WKR-Ball ist Anlaufpunkt für eine reaktionär-autoritäre Bewegung, die im Windschatten der gegenwärtigen Krise versucht, Macht und Einfluss auszuweiten.

WKR ‚Who is Who‘ – Reaktionäres networking und seine Akteure

Der veranstaltende Wiener Korporationsring ist eine freiwillige Vereinigung von Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften, deren Gesinnung von »national-freiheitlich«, völkisch-deutschnational bis offen neonazistisch reicht. Der ideologische Gehalt des WKR ist darüber hinaus zutiefst sexistisch und homophob, ganz im Sinne des elitären Männerbundprinzips. Im Selbstverständnis des WKR wird unter anderem das »Bekenntnis zum angestammten Volkstum im Rahmen der abendländischen Kulturgemeinschaft« gepriesen. So verwundert es auch nicht, dass sich in der Vergangenheit beim WKR-Ball prominente Rechtsaußen wie Jean-Marie Le Pen (Front National, Frankreich), Frank Vanhecke (Vlaams Belang, Belgien) und Alexander Dugin (Eurasische Partei, Russland) die Klinke in die Hand gaben. Auch Mitglieder aus der »Pro«-Bewegung und der NPD aus Deutschland sind gern gesehene Gäste. Wenig überraschend ist auch, dass die Burschenschafterszene eng mit der FPÖ – dem rechten Aushängeschild Österreichs – verknüpft ist. Von deren FunktionärInnen wimmelt es dann auch nur so auf dem Ball. Eindeutig, ein Fall für die Antifa!

Österreich du Opfer!

Der Erfolg des WKR-Balls – seine Etablierung und Institutionalisierung hin zum zentralen Rechts-Event – ist eng mit dem gesellschaftlichen Klima in Österreich nach 1945 verknüpft. Bei allen Parallelen zur BRD was das Abwehren, Relativieren und Umdeuten der Beteiligung am Nationalsozialismus betrifft, konnte sich in Österreich besonders ein geschichtspolitisches Narrativ als hegemonial durchsetzen: durch die eigene Festschreibung als »Opfer« der Hitler-Aggression im Staatsvertrag von 1955 wurde der Opferstatus zur offiziellen Staatsideologie der Zweiten Republik. Dessen internationale Anerkennung, die wirtschaftliche Westintegration und die Einordnung Österreichs ins System des Kalten Krieges trugen weiter dazu bei, dass in der österreichischen Gesellschaft das Thema Vergangenheitsaufarbeitung bis in die 1980er Jahre geradezu verpönt war.

Tatsächlich ist die jüngere Geschichte Österreichs nur so durchzogen von Formen des Autoritarismus und Nationalismus. Bereits vor dem, von vielen herbeigesehnten, Anschluss ans Deutsche Reich im März 1938 kam es zur prägenden, reaktionären Formierung des Austrofaschismus. Dieser verfolgte das Ziel, in Abgrenzung zu Großdeutschen und NSDAP ein eigenständiges Österreich als faschistischen Ständestaat zu schaffen, und muss gleichwohl als Wegbereiter für den Nationalsozialismus in Österreich gesehen werden. An Zynismus kaum zu toppen war und ist deshalb die Indienstnahme des Austrofaschismus als Sinnbild eines eigen- und widerständigen »antideutschen« Österreichs, die das Totschweigen der eigenen NS-Verbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg komplementiert. Unter dem System des Ständestaates mobilisierte die Ideologie der völkischen Gemeinschaft und des Korporatismus ein unterwürfiges Sozialpartnerschaftsdenken, welches Kapital, Arbeit und Staat bis heute unter einem nationalen Dach zu vereinen weiß. Die Ansprüche des Standorts werden unhinterfragt hingenommen und die eigenen Interessen dem »nationalen Gemeinwohl« untergeordnet: Österreich im Jahre 2012 lässt grüßen.

Rechtspopulismus stoppen – Kapitalismus abschaffen!

Den WKR-Ball als Institution, und seine tragenden Kräfte als Teil einer rechts-reaktionären Bewegung, gilt es politisch zu bekämpfen. Doch damit beginnt erst die Arbeit der Kritik: denn reaktionäre Ideologien fallen weder vom Himmel, noch lassen sie sich zirkulär mit dem Verweis auf ‚Geschichte‘ erklären. Ihre Wirkungsmächtigkeit im Hier und Jetzt entspringt den realen Vergesellschaftungsbedingungen unter der Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise. Ihr Identitätspostulat von »Volk«, »Nation« und »Kultur« stiftet Sinn und gefühlte Kompensation angesichts permanenter Konflikte und Ohnmachtserfahrungen der Menschen im Kapitalismus. Dabei ist »kollektive Identität« in Wirklichkeit alles andere als eine stabile Größe; ihre ideologischen Elemente sind so wenig konsistent wie widerspruchsfrei. Deshalb sind die Übergänge zwischen ‚sauberem‘ Republikanismus und aggressivem Nationalismus auch so fließend.

Wer dazu-gehört, Teil eines privilegierten Kollektivs sein darf, letztlich also anspruchsberechtigt ist – das ist im Kapitalismus fortwährend umkämpft. Der völkische Old-School Rassismus so mancher Burschenschaft im WKR mag derzeit keine reelle Option auf politische Durchsetzung haben. Der Erfolg von rechtspopulistischen Parteien in Europa zeigt aber, wie unter bestimmten Bedingungen durch geschicktes Paktieren und mit geladener Rhetorik ein diffuses rechtes Lager zu einer politischen Kraft vereint werden kann. So ist es in Österreich der FPÖ unter H.C. Strache (Bundesparteiobmann) gelungen, »Österreich-Bewusstsein« und Deutschnationalismus miteinander zu verbinden; d.h. neoliberale Patrioten und völkische Nazis hinter sich zu einen. Das Konzept einer »christlich-abendländischen Werte- und Kulturgemeinschaft« macht deutlich, wie ausufernd das eigene Kollektiv gesponnen werden kann, wenn es um die Konstruktion neuer Feindbilder geht – wie z.B. die »Bedrohung durch den Islam«.

Thrill me, kiss me, kill me

Der rechte Pan- und Internationalismus funktioniert natürlich nur so lange, wie die vermeintliche »Zugehörigkeit« nicht exklusiv gegeneinander eingefordert wird. Dann endet nämlich das Engagement der rechten KulturkämpferInnen ganz schnell beim eigenen Staat und Standort, der eigenen Klasse und Clique. Schließlich werden Leistungsbilanz, Steuerabgaben und Sozialleistungen immer noch nationalstaatlich verhandelt. Und »Österreich-Bewusstsein« braucht nicht zwingend das teutonische Pathos, um massenwirksam zu sein. Das alltägliche Leid von Lohnarbeit und Konkurrenz erscheint auch in kleindeutscher Variante als normal und natürlich. Bereits bei dieser »Normalität« muss linke Kritik ansetzen – und nicht erst wenn sie rassistisch-aggressiv umschlägt!

Identifikation mit der Nation, das heißt in Zeiten der Krise auch mal ein Stück weiter zusammenrücken, den Gürtel enger schnallen und noch härter buckeln. Die Flucht ins nationale »Wir« bestätigt gleichsam eine Gesellschaftsordnung, derer destruktiven Verlaufsform sie gerade zu entkommen versucht. Das nationale Begehren – die Unterwerfung unter die Autorität – bleibt deshalb auch eine ambivalente Hass-Liebe. Ihre Aggression wird aber meist herrschaftskonform abgespalten und entlädt sich gegen freigegebene ‚Andere‘ und Schwache. Die Zunahme von Rassismus und Sozialchauvinismus ist insofern symptomatisch für den aktuellen Krisennationalismus: in der Hetze gegen »Pleitegriechen«, »faule Südländer« oder »Integrationsverweigerer« werden soziale Konflikte kulturalisiert und biologisiert, die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus auf einzelne Personengruppen projiziert. Wer sich vermeintlich oder tatsächlich nicht in die Leistungsmaschinerie einfügt, gilt als »dekadent« oder als »Sozialschmarotzer«. Egal wie schlecht es einer/m selbst schon geht, es wird immer wer gefunden, auf den mensch ‚hinunter‘ treten kann. Dass auch gegen »die da Oben« mitunter gewettert wird, macht die Sache nicht zwangsläufig besser. Denn die personalisierende Kritik an »Managern« und »Bänkern« verkennt den Systemcharakter anonymer Verwertungszwänge im Kapitalismus. »Gier« und »Risikobereitschaft« sind Verhaltensweisen, die im Kapitalismus strukturell angelegt sind. Krisen entstehen in der kapitalistischen Marktwirtschaft nicht primär, weil ‚schlecht‘ gearbeitet wird, sondern ‚gut‘ – d.h. jeweils im Interesse des höchsten Profits mit ungleichen Mitteln in Konkurrenz gegeneinander und auf private Rechnung. Was ressentiment-geladene und verklärende Deutungsmuster angeht, steht die WKR-Clique keineswegs alleine da. Sie begreift sich allerdings als die »intellektuelle Speerspitze« – vom politisch rechts zu verortenden Trachtenverein über Teile der Sozialdemokratie bis hin zur mehr oder weniger offen neonazistischen FPÖ.

A Herzbotschn* for the Nation!

Klar ist, dass sich unser Protest nicht nur gegen Burschis und ihre NazifreundInnen richtet. Auch kann es nicht unser Anliegen sein, die bürgerliche Gesellschaft quasi gegen ihre eigenen Auswüchse zu verteidigen, etwa liberalen »Verfassungspatriotismus« gegen aggressiven Ethnozentrismus in Stellung zu bringen. Abschiebungen, soziales Elend und die tägliche Ausbeutung sind – auch in liberaldemokratischer Spielart – kein Grund zu feiern: sie sind ein Angriff auf das schöne Leben und gehören schnellstmöglich abgeschafft! Wenn also im kommenden Januar in der Wiener Hofburg getanzt wird, kommen wir auch – um die deutschnationale Party zu stören, das Alpenstadl mal gründlich aufzumischen und seinen Fans das Fürchten zu lehren.

We don‘t feel like dancing – Den WKR Ball zum Desaster machen! Für den Kommunismus.

*Herzinfarkt

no wkr ball wien 2012

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„Rosen auf den Weg gestreut“ #18 http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/25/rosen-auf-den-weg-gestreut-18/ http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/25/rosen-auf-den-weg-gestreut-18/#comments Thu, 26 Jan 2012 01:08:51 +0000 Administrator Lokales http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/25/rosen-auf-den-weg-gestreut-18/ Die neue „Rosen auf den Weg gestreut“ gibt es nun auch online als PDF!
rosen auf den weg gestreut antifa info
Das Antifa-Jugendinfo „Rosen auf den Weg gestreut“ erscheint seit 2007 regelmäßig im Nordosten Berlins.

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„des rues de sucre“-Party 2012 http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/des-rues-de-sucre-party-2012/ http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/des-rues-de-sucre-party-2012/#comments Thu, 12 Jan 2012 21:35:22 +0000 Administrator Lokales http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/des-rues-de-sucre-party-2012/ Am 13.Januar steigt in Berlin die erste große „des rues de sucre“-Party 2012!

Nachdem 2011 ganz von Bewegungen aller Art beherrscht wurde, feiert die Straßen aus Zucker den Beginn ihres vierten Jahres im Sinne der Bewegung des Tanzbeins. Dazu gibt es Musik aus längst vergangenen Epochen, seltsames zum Träumen und natürlich: House und Techno.
Im Zweifel für die gute Laune und das nächste Blatt Propaganda.
Mit dabei sind: Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Daniela La Luz (parallel, riot riot technique, moody heights), Kai & Schlomsen (kassette…bleistift…80er!), Robert Audien (Neubau Berlin), Kombiteller (dille*tanten), … resom (:// about blank) und Viperflo.

Los gehts um 23.59 Uhr im ://about blank (Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin) am Ostkreuz.

Infos: facebook.com/strassenzucker

straßen aus zucker party des rues de sucre

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Demonstration nach rassitischem Mordversuch http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/demonstration-nach-rassitischem-mordversuch/ http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/demonstration-nach-rassitischem-mordversuch/#comments Thu, 12 Jan 2012 21:29:26 +0000 Administrator Neonazismus Rassismus http://asvantifa.blogsport.de/2012/01/13/demonstration-nach-rassitischem-mordversuch/ In der Nacht zum 9. Januar 2012 haben am U-Bahnhof Eberswalder Straße drei Rassisten einen 23jährigen Migranten erst beleidigt und dann mit Tritten und Schlägen auf den Kopf so schwer verletzt, dass er seitdem in Lebensgefahr schwebt. Sie brachen ihm die Nase und einen Rückenwirbel, die Täter flüchteten unerkannt. Es ist unerträglich, dass Rassist_innen ungestört solche Taten begehen können. Es braucht eine entschlossene Gegenwehr gegen jede Art von Rassismus, Menschen, die eingreifen und eine starke antifaschistische Bewegnung!
Heute wird es ab 17.30 Uhr am S-/U-Bhf. Schönhauser Allee eine antirassistische Demo im Prenzlauer Berg geben.
antifa prenzlauer berg

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Straßen aus Zucker #6 online! http://asvantifa.blogsport.de/2011/09/29/strassen-aus-zucker-6-online/ http://asvantifa.blogsport.de/2011/09/29/strassen-aus-zucker-6-online/#comments Wed, 28 Sep 2011 23:28:19 +0000 Administrator Bildung http://asvantifa.blogsport.de/2011/09/29/strassen-aus-zucker-6-online/ Nach eines etwas längeren Sommerpause könnt ihr die neuste Ausgabe der „Straßen aus Zuckerhier online lesen, im Infoladen eures Vertrauens abholen oder hier kostenlos bestellen!

What the fuck!
Dass Papst Benedikt XVI, formerly known as Joseph Ratzinger aka der kleine Hitlerjunge, einen Besuch im September in Berlin, Freiburg und Erfurt plante, war uns Anlass genug eine Schwerpunktnummer zur Kritik der Religion zu machen. Sicher können sich noch viele von Euch an den Skandal erinnern, den der gute Ratze mit der Wiederaufnahme der Holocaustleugner von der erzreaktionären Pius-Bruderschaft in den katholischen Kirchenschoß ausgelöst hat – ganz zu schweigen von den immer wieder und wieder „auftauchenden“ Skandalen um sexuelle Gewalt in kirchlichen Einrichtungen und Kontexten. Wir haben uns dabei nicht auf die zwar wichtige aber nicht ausreichende Kritik an der menschenfeindlichen Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes und der katholischen Kirche in Bezug auf Frauenrechte, Homosexualität, HIV-Prävention oder Schwangerschaftsabbrüche beschränkt, die im linksliberalen Diskurs um den „Rottweiler Gottes“ und seinen Anhang den größten und oft auch einzige Raum einnimmt, sondern haben uns abseits dieser Skandalhascherei einerseits mit einer grundlegenden Religionskritik und andererseits mit einer Kritik der gängigen Religionskritiken beschäftigt. Letztere sind nämlich oft nicht viel besser, wenn sie einfach die Naturwissenschaften zur neuen Bibel erheben. Außerdem haben wir uns mal die üblichen Vorstellungen zur christlichen Kirche angeguckt und sie widerlegt. Abschließend zum Religions-Schwerpunkt gibt es ein kleines „How to…“, wie ihr aus dem Laden wieder rauskommt, wenn auch ihr, wie selbst einige hier in der Redaktion, hinterlistig als ganz ganz kleine Kinder getauft wurdet, nun offiziell „katholisch“ oder „protestantisch“ seid und z.B. entsprechende Steuern zahlen müsst.
Die anderen Texte in dieser Ausgabe bilden passend zur diesjährigen „…umsGanze!“-Kampagne „Gegen Integration und Ausgrenzung“ einen zweiten Schwerpunkt. Da gibt es zum einen den ultimativen „Integrationstest“, denn die rassistische Debatte um „die Integration der Ausländer“ hat nicht erst mit Sarrazin angefangen und geht auch ohne ihn weiter. Zum anderen gibt es neben dieser augenzwinkernden Intervention auch noch ernstere Texte die sich mit Kulturalisierung und Antiziganismus beschäftigen.
Im Interview waren wir diesmal mit Robert Stadlober, der irgendwo zwischen Kekswichsen und der Diskussion über brennende Luxusautos als Schauspieler und Linksradikaler bekannt geworden ist.
Last but not least eine gute Nachricht für alle, die unsere Aufkleber vermisst oder sich schon lange auf neue T-Shirt Motive gefreut haben: Beides gibt es nun dank audiolith.net und diraction.org wieder im Angebot!
Und nun viel Spaß mit der Ausgabe 666!

straßen aus zucker #6

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Nazis auf die Pelle rücken – Demo gegen Nazi-Brandstifter http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/11/nazis-auf-die-pelle-ruecken-demo-gegen-nazi-brandstifter/ http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/11/nazis-auf-die-pelle-ruecken-demo-gegen-nazi-brandstifter/#comments Sun, 10 Jul 2011 22:55:32 +0000 Administrator Neonazismus http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/11/nazis-auf-die-pelle-ruecken-demo-gegen-nazi-brandstifter/ Solidarität mit den Betroffenen von Neonazigewalt! Antifaschismus praktisch machen!

antifa neukölln

In der Nacht vom 26. zum 27. Juni gab es abermals Anschläge auf linke Einrichtungen und alternative Wohnprojekte, die man zweifelsfrei der Berliner Neonaziszene zuordnen kann. Am härtesten traf es das Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ des Jugendverbandes „Die Falken“ in Britz-Süd, das nach dem Brandanschlag erst mal geschlossen bleiben muss. Eine Nacht zuvor übernachtete dort noch eine Kindergruppe, der neonazistische Brandanschlag hätte somit in einer Katastrophe enden können.

Im Rahmen ihrer rassistischen „Ausländer raus“-Kampagne haben Berliner Neonazis Mitte Mai bei einem Aufmarschversuch am Mehringdamm in Kreuzberg mehrere Menschen, darunter auch Migrant_innen, schwer verletzt.

Die im Internet vom „Nationalen Widerstand Berlin“ (NW-B) aufgelisteten potentiellen Anschlagsziele werden von den Neonazis seit Ende 2009 regelmäßig attackiert. Das betrifft hauptsächlich Neukölln und Kreuzberg. Denkbar, dass auch Neuköllner/Rudower Jungnazis darin verwickelt sind.

Wir erinnern an die Molotwcocktailanschläge 2008 auf Häuser in Rudow, in denen Familien mit Migrationshintergrund leben. Zwei Rudower Neonazis sind dafür vom Berliner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Einer von ihnen ist Robert Hardege, der seit seiner Haftentlassung auf Bewährung auch wieder regelmäßig auf NPD-Veranstaltungen präsent ist.

Die Berliner Neonaziszene ist gut überschaubar, eigentlich kennen wir sie alle und in diesem Sinne:
Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren – Nazis auf die Pelle rücken – fight back!!!

Flyer: http://bit.ly/qfvFmc
Plakat: http://bit.ly/rsNEhu

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Freitag: Antifa-Demo in Schöneweide http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/07/freitag-antifa-demo-in-schoeneweide/ http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/07/freitag-antifa-demo-in-schoeneweide/#comments Thu, 07 Jul 2011 18:42:29 +0000 Administrator Neonazismus http://asvantifa.blogsport.de/2011/07/07/freitag-antifa-demo-in-schoeneweide/ „Schöneweide ist unser Kiez! Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen! Hexogen dichtmachten!“

Los gehts um 18.00 Uhr am S-Bhf. Schöneweide!

antifa schöneweide

Seit Anfang letzter Woche befindet sich in Schöneweide in der Brückenstraße 9 ein neuer Nazi-Laden. In direkter Nähe zur bekannten Nazi-Kneipe „Zum Henker“ hat Sebastian Schmidtke einen Laden angemietet, in welchem er nun unter dem Namen „Hexogen“ (eine Bezeichnung für einen Sprengstoff aus dem zweiten Weltkrieg) „alles für den Aktivisten“ vertreibt. Konkret verscherbelt er neben Militärsachen und Securitybedarf auch Nazi-Kram (u.A. CDs und Shirts).
Schmidtke ist seit einigen Jahren Anmelder verschiedener Neonazidemonstrationen in Berlin. Erst im Mai wollte er einen Aufmarsch durch Kreuzberg durchführen, der aufgrund starker Proteste verhindert wurde. Schmidtke vetritt das aktionsorientierte Spektrum der extremen Rechten in der NPD.
Wir werden nicht zulassen, dass sich Neonazis immer mehr Strukturen in Schöneweide aufbauen und den Kiez zu einer „No-Go-Area“ machen. Schöneweide für alle!

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ist um 17.30 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße).

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No „Al Quds-Tag“ 2011 http://asvantifa.blogsport.de/2011/06/26/no-al-quds-tag-2011/ http://asvantifa.blogsport.de/2011/06/26/no-al-quds-tag-2011/#comments Sat, 25 Jun 2011 22:44:55 +0000 Administrator Antisemitismus Alle Jahre wieder... http://asvantifa.blogsport.de/2011/06/26/no-al-quds-tag-2011/ Auch diese Jahr im September wird ein aus linken und antifaschistischen Gruppen bestehendes Bündnis verschiedene Veranstaltung vor und am „Al Quds-Tag“ durchführen.

Achtet auf aktuelle Ankündigungen auf diesem Blog. Aufruf, Bilder, Bericht und mehr zum letzten Jahr findet ihr unter „Al Quds-Tag“ 2010.

Solltet ihr Interesse an einem Info- & Mobilisierungsvortrag in eurer Stadt haben, sendet einfach eine Mail ans Bündnis.

no al quds

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