Archiv der Kategorie 'Lokales'

„Rosen auf den Weg gestreut“ #18

Die neue „Rosen auf den Weg gestreut“ gibt es nun auch online als PDF!
rosen auf den weg gestreut antifa info
Das Antifa-Jugendinfo „Rosen auf den Weg gestreut“ erscheint seit 2007 regelmäßig im Nordosten Berlins.

„des rues de sucre“-Party 2012

Am 13.Januar steigt in Berlin die erste große „des rues de sucre“-Party 2012!

Nachdem 2011 ganz von Bewegungen aller Art beherrscht wurde, feiert die Straßen aus Zucker den Beginn ihres vierten Jahres im Sinne der Bewegung des Tanzbeins. Dazu gibt es Musik aus längst vergangenen Epochen, seltsames zum Träumen und natürlich: House und Techno.
Im Zweifel für die gute Laune und das nächste Blatt Propaganda.
Mit dabei sind: Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Daniela La Luz (parallel, riot riot technique, moody heights), Kai & Schlomsen (kassette…bleistift…80er!), Robert Audien (Neubau Berlin), Kombiteller (dille*tanten), … resom (:// about blank) und Viperflo.

Los gehts um 23.59 Uhr im ://about blank (Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin) am Ostkreuz.

Infos: facebook.com/strassenzucker

straßen aus zucker party des rues de sucre

Party: 5 Jahre „Rosen auf den Weg gestreut“

Die „Rosen auf den Weg gestreut“, das linke Jugendinfo für den Nordosten Berlins, gibt es inzwischen 5 Jahre und hat es auf immerhin 15 Nummern gebracht. Das wollen wir feiern: Mit Lenßen & Partner (SAT 1). Reducation DJ Team (Electro) und S.U.P.A. (90s Trash Hits). Kommt vorbei, trinkt und feiert viel und ermöglicht damit eins, zwei, drei viele neue „Rosen“-Nummern.
Am 27.Mai ab 22.00 Uhr im JUP (Florastraße 84)!
rosen party

Rosen auf den Weg gestreut #15

Die neue „Rosen auf den Weg gestreut“ ist erschienen und hier online verfügbar!
Rosen auf den Weg gestreut
INHALT:
Chronik September bis Dezember 2010
Leser_innenbriefe
Interview mit Basic Youth, VOSIFA und EAW
Antimuslimische Rassist_innen formieren sich // BdA
Die ungeschminkte Wahrheit über René S.
Erlebnisbericht Dresden // VOSIFA
Wikileaks // K.G. Bauer
Interview mit GLADT // EAG
Extremismus // EAW
Buchvorstellungen // Schwarze Risse
Banksy: „Exit through the giftshop“ // EAG
Kültür
Nazimeldungen // EAG
Lyrics „Keine Angst, nur Hass“ (Schlagzeiln)
Ausstellung „Movimiento Popular“ und Film „Schönholzer Heide“ // VOSIFA & VVN-BdA

Rosen auf den Weg gestreut #14

Die neue „Rosen auf den Weg gestreut“ ist erschienen und hier online verfügbar!
rosen14
INHALT:
Chronik
Von Waschweibern und Raubzügen
Alle reden über die Bildungskrise // LSV
Aufmärsche in Brandenburg // AAB
Tanzkreis „Spree-Athen“
Bye bye FN Mitte // EAG
Rassismus überwinden? // AB60
Sarrazins Thesen in der Debatte // EAG
Sarrazin aufs Maul geschaut // EAG
Buchvorstellung „Vom Ghetto in die Wälder“ // APB
Zu den Durchsuchungen in linken Buchläden
Interview mit „Schlagzeiln“ // EAG
Mein erstes Mal // Magister Sinister
Lesetipps zum Thema Drogen
Termine

13.November: Langer Tag gegen Nazis

Der zweite „Lange Tag gegen Nazis“ findet in Berlin-Neukölln statt.

Insgesamt finden jetzt 23 Veranstaltungen in 14 verschiedenen Locations statt. Alle Termine im Überblick gibt es hier.

neukölln

Streetparade in Bernau

Die Streetparade findet am 10.07.2010 in Bernau statt.
Sie startet am Bahnhof um 14 Uhr und endet um 17 Uhr auf dem Kulturhof in der Breitscheidstraße 43.
Während der Parade fahren 3 Wagen mit verschiedener Musik (Elektro, HipHop, PunkRock, …).
Auf dem Kulturhof spielen 4 Bands (PunkRock, Ska, Garage).
Ab 22 Uhr findet die Aftershow Party im Dosto statt (Drum‘N'Bass).

Weitere Infos unter www.streetparade.tk

Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

dieter eich
Niemand ist vergessen!
Arbeitszwang, Leistungsdruck, Naziterror und soziale Ausgrenzung überwinden!

Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

Am 25.Mai 2000 ermordeten vier jugendliche Neonazis Dieter Eich in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Pankow-Buch. Vor Gericht gaben sie später an, sie hätten den 60-jährigen Sozialhilfeempfänger umgebracht, weil sie einen „Assi klatschen“ wollten.
Zehn Jahre nach diesem Mord soll mit einer Gedenkdemonstration und weiteren Veranstaltungen sowohl die Erinnerung an die Tat wach gehalten werden, als auch die gesellschaftlichen Hintergründe aufgezeigt werden, die diese Tat erst ermöglichten.

Die Vorraussetzungen für solch einen Mord schaffen nicht in erster Linie gewaltbereite Neonazis, sondern auch ein tief in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelter Arbeitsethos, der die Würde von Menschen größtenteils anhand ihrer Verwertbarkeit für den Kapitalismus misst. Die aktuelle Debatte um Hartz IV zeigt den staatlichen Ausdruck der Entwürdigung Erwerbsloser in diesem System. So empfahl beispielsweise Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin Hartz IV-Empfänger_innen öfter kalt zu duschen. Dies schmälere nicht nur die Staatsausgaben, sondern bringe auch die Körper der vermeintlich „Arbeitsscheuen“ in Form. Roland Koch legte nach und forderte den sofortigen Arbeitszwang für Erwerbslose. SPD-Vieze Hannelore Kraft hingegen empfahl unter Bezugnahme auf die allgemeine Arbeitsknapppheit, Hartz IV-Bezieher_innen sollten für ein entsprechendes Zubrot im Park Laub harken oder andere Tätigkeiten übernehmen. Was Kraft blumig als „Gemeinwohl-orientierten Arbeitsmarkt“ beschreibt, ist letzten Endes nichts anderes als die Forderung nach der Schaffung eines weiteren Niedriglohnsektors für Erwerbslose. Auf diese Weise wird in der Öffentlichkeit ein alles und jede_n umfassendes Wertesystem gefestigt, das (Lohn)arbeit zum höchsten Gut erhebt und Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen von sozialer Teilhabe und dem gesellschaftlichem Reichtum ausschließt. Ohne diesen funktionalen Arbeitsethos wäre die staatliche und gesellschaftliche Ausgrenzung nicht Leistungsfähiger/ -bereiter, die alltägliche Konkurrenz aber auch die daraus resultierende Gewaltbereitschaft gegen sozial Ausgegrenzte nicht denkbar. Im Rahmen dieses mehrheitsgesellschaftlichen Diskurses wird es den Mörder_innen so genannter „Asozialer“ ermöglicht und erleichtert, ihr Handeln öffentlich zu legitimieren.

Die Vorstellung, dass mensch um jeden Preis arbeiten müsse, so schlecht die Bedingungen auch sein mögen, hat eine lange Durchsetzungsgeschichte. Über Jahrtausende wurde bereitwillig (oder auch durch Zwang) wechselweise für Gott, Vaterland und zur Erhaltung des nationalen Standorts mühselig schwerste Arbeit verrichtet. Dieses Prinzip ist über eine lange Zeit durch und für Menschen geschaffen und erhalten worden – es zu beseitigen liegt darum in der Hand von jedem_jeder selbst. Es ist die Verantwortung von uns allen, Arbeitszwang, Leistungsdruck und soziale Ausgrenzung zu überwinden. So gilt es also auch mit den eigenen Zwangsvorstellungen zu brechen und dem Staat mit all seinen Schikanen, die er gegen vermeintliche „Sozialschmarotzer“ ausübt, eine klare Absage zu erteilen. Am 23. und 25.Mai wollen wir darum für eine Gesellschaft auf die Straße gehen, die den Anspruch in sich trägt, jegliche Form von Diskriminierung und Unterdrückung Geschichte werden zu lassen.

Der Mord an Dieter Eich steht in einer langen Reihe von Morden und Gewalttaten, die seit dem Mauerfall von Neonazis in Deutschland verübt wurden und reiht sich auch in eine seit Jahren nicht endende Welle rechter Morde in Europa ein. Wir wollen Dieter Eich gedenken, so wie allen anderen Opfern rechter und sozial-chauvinistischer Gewalt.

Niemand ist vergessen!
Kommt zur Demonstration und Kundgebung, um in Buch und Umgebung ein deutlich wahrnehmbares antifaschistisches und antikapitalistisches Zeichen zu setzen!

23. Mai 2010, Berlin
Demo: 14.00 Uhr, S-Bhf. Buch
Konzert: 19.30 Uhr, Kurt-Lade-Club, Grabbeallee 33, Pankow (Live: HipHop & Punk)

25.Mai 2010, Berlin
Gedenken am Wohnhaus von Dieter Eich
Treffpunkt: 17.30 Uhr, S-Bhf. Buch
Kranzniederlegung: 18.00 Uhr, Walter-Friedrich-Straße 52

Naziladen „Harakiri“ pleite

Berlins ältester Nazishop, der „Harakiri“, schloß in diesen Tagen aus wirtschaftlichen Gründen seine Pforten. Zuletzt hatte das Geschäft in der Bornholmer Straße nur noch sporadisch geöffnet. Der „Harakiri“ im existierte mehr als fünfzehn Jahren durch den Verkauf von Neonazi-Devotionalien. Auch „Anti-Antifa“-Arbeit zählte zum Geschäftsfeld des „Harakiri“-Inhabers Henry Harms. Der Laden geriet auch mehrfach ins Visier aktiver Antifas, auch in Form militanter Aktionen. Vertrieben wurden T-Shirts und Aufnäher mit extrem rechten Inhalten und zumindest zeitweise indizierte Tonträger neofaschistischer Bands. Darüber hinaus wurde auf Flugblättern im Shop für Aktivitäten der Berliner Neonaziszene geworben. Mit der Schließung verliert die extrem rechte Szene Berlins einen der letzten offen neonazistischen Läden. Erfreulicherweise gibt es nun einen Raum weniger, von dem aus Angriffe auf Linke, alternative Jugendliche, Migrant_innen, Homosexuelle und andere von Neonazigewalt potentiell Betroffene verübt werden.

Quelle: EAG

Gedenkveranstaltungen zur KZ-Befreiung

Vor rund 65 Jahren befreite Rote Armee Auschwitz. In Pankow wird am 27.01. der Naziopfer gedacht:

Mi // 27. Januar 2010 // 18 Uhr // Betsaal des Ehemaligen Jüdischen Waisenhauses, Berliner Straße 120/121: Gedenkfeier anläßlich des 65. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Schüler_innen Pankower Schulen verlesen Ausschnitte aus dem Tagebuch des Dawid Rubinowicz, Karsten Troyke singt jüdische und jiddische Lieder. Im Anschluß findet die traditionelle Lichterkette statt.Veranstaltet von Kommission Bürgerarbeit Pankow und VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.

Mi // 27. Januar 2010 bis Fr 12. Februar 2010 // täglich (außer Montag und Sonntag) von 15 bis 22 Uhr // Jugendklub M24 (Mühlenstr. 24): Die Wanderausstellung „Jüdisches Leben in Pankow. Vom Anbeginn zum Neubeginn“ ist im Jugendclub M24 zu sehen. Veranstaltet von der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.

Sa // 30. Januar 2010 // 10 Uhr // Treffpunkt vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121: Rundgang zu Stätten ehemaligen Jüdischen Lebens mit Claudia Saupe. Veranstaltet vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus Pankow und der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.. Informationen: VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.