Archiv der Kategorie 'Kapitalismus'

Straßen aus Zucker – der Track zur Zeitung

Concept – progressiver linker Rap aus Nürnberg – hat für die Straßen aus Zucker einen neuen Track gemacht, den ihr auch hier downloaden könnt!

Herrschaftskritik – „Der Rote Faden“

Die Gruppe Plan E hat zwölf interessante Kurzfilme zum Thema Herrschaftskritik produziert und beleuchtet da jeweils einzelen Aspekte. So geht es u.a. um den Staat, Geschlechterverhältnisse, das Recht, Ideologie, Antisemitismus, Rassismus undundund…
Undbedingt alle angucken!

Film „sweet dreams – straßen aus zucker statt kapitalismus“

Nach der Videopremiere Mitte Dezember in Berlin gibt es den communisme sucré-Film „sweet dreams – straßen aus zucker statt kapitalismus“ nun endlich auch online – ein normaler Tag im Kapitalismus und ein Traum vom Kommunismus:

„Straßen aus Zucker“ Jingles 1&2

Die Jingles zur „Straßen aus Zucker“ 1&2 sind wieder online verfüg- und downloadbar:
Straßen aus Zucker Jingles by communismesucre

Vertonung der „Argumente gegen Argumente gegen den Kommunismus“

communisme sucré macht weiter mit der Vertonung der „Argumente gegen Argumente gegen den Kommunismus“ aus der „Straßen aus Zucker“. Die ersten drei Teile zum Anhören:
Wissen macht K! by communismesucre

„Krawall und Remmidemmi“-Merchandise

Endlich gibt es das dritte Motiv der „Straßen aus Zucker“-Kollektion bei diraction.org:

Shirts (ab 8 Euro):
straßen aus zucker shirts

Beutel (ab 6 Euro):
straßen aus zucker beutel

Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

dieter eich
Niemand ist vergessen!
Arbeitszwang, Leistungsdruck, Naziterror und soziale Ausgrenzung überwinden!

Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

Am 25.Mai 2000 ermordeten vier jugendliche Neonazis Dieter Eich in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Pankow-Buch. Vor Gericht gaben sie später an, sie hätten den 60-jährigen Sozialhilfeempfänger umgebracht, weil sie einen „Assi klatschen“ wollten.
Zehn Jahre nach diesem Mord soll mit einer Gedenkdemonstration und weiteren Veranstaltungen sowohl die Erinnerung an die Tat wach gehalten werden, als auch die gesellschaftlichen Hintergründe aufgezeigt werden, die diese Tat erst ermöglichten.

Die Vorraussetzungen für solch einen Mord schaffen nicht in erster Linie gewaltbereite Neonazis, sondern auch ein tief in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelter Arbeitsethos, der die Würde von Menschen größtenteils anhand ihrer Verwertbarkeit für den Kapitalismus misst. Die aktuelle Debatte um Hartz IV zeigt den staatlichen Ausdruck der Entwürdigung Erwerbsloser in diesem System. So empfahl beispielsweise Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin Hartz IV-Empfänger_innen öfter kalt zu duschen. Dies schmälere nicht nur die Staatsausgaben, sondern bringe auch die Körper der vermeintlich „Arbeitsscheuen“ in Form. Roland Koch legte nach und forderte den sofortigen Arbeitszwang für Erwerbslose. SPD-Vieze Hannelore Kraft hingegen empfahl unter Bezugnahme auf die allgemeine Arbeitsknapppheit, Hartz IV-Bezieher_innen sollten für ein entsprechendes Zubrot im Park Laub harken oder andere Tätigkeiten übernehmen. Was Kraft blumig als „Gemeinwohl-orientierten Arbeitsmarkt“ beschreibt, ist letzten Endes nichts anderes als die Forderung nach der Schaffung eines weiteren Niedriglohnsektors für Erwerbslose. Auf diese Weise wird in der Öffentlichkeit ein alles und jede_n umfassendes Wertesystem gefestigt, das (Lohn)arbeit zum höchsten Gut erhebt und Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen von sozialer Teilhabe und dem gesellschaftlichem Reichtum ausschließt. Ohne diesen funktionalen Arbeitsethos wäre die staatliche und gesellschaftliche Ausgrenzung nicht Leistungsfähiger/ -bereiter, die alltägliche Konkurrenz aber auch die daraus resultierende Gewaltbereitschaft gegen sozial Ausgegrenzte nicht denkbar. Im Rahmen dieses mehrheitsgesellschaftlichen Diskurses wird es den Mörder_innen so genannter „Asozialer“ ermöglicht und erleichtert, ihr Handeln öffentlich zu legitimieren.

Die Vorstellung, dass mensch um jeden Preis arbeiten müsse, so schlecht die Bedingungen auch sein mögen, hat eine lange Durchsetzungsgeschichte. Über Jahrtausende wurde bereitwillig (oder auch durch Zwang) wechselweise für Gott, Vaterland und zur Erhaltung des nationalen Standorts mühselig schwerste Arbeit verrichtet. Dieses Prinzip ist über eine lange Zeit durch und für Menschen geschaffen und erhalten worden – es zu beseitigen liegt darum in der Hand von jedem_jeder selbst. Es ist die Verantwortung von uns allen, Arbeitszwang, Leistungsdruck und soziale Ausgrenzung zu überwinden. So gilt es also auch mit den eigenen Zwangsvorstellungen zu brechen und dem Staat mit all seinen Schikanen, die er gegen vermeintliche „Sozialschmarotzer“ ausübt, eine klare Absage zu erteilen. Am 23. und 25.Mai wollen wir darum für eine Gesellschaft auf die Straße gehen, die den Anspruch in sich trägt, jegliche Form von Diskriminierung und Unterdrückung Geschichte werden zu lassen.

Der Mord an Dieter Eich steht in einer langen Reihe von Morden und Gewalttaten, die seit dem Mauerfall von Neonazis in Deutschland verübt wurden und reiht sich auch in eine seit Jahren nicht endende Welle rechter Morde in Europa ein. Wir wollen Dieter Eich gedenken, so wie allen anderen Opfern rechter und sozial-chauvinistischer Gewalt.

Niemand ist vergessen!
Kommt zur Demonstration und Kundgebung, um in Buch und Umgebung ein deutlich wahrnehmbares antifaschistisches und antikapitalistisches Zeichen zu setzen!

23. Mai 2010, Berlin
Demo: 14.00 Uhr, S-Bhf. Buch
Konzert: 19.30 Uhr, Kurt-Lade-Club, Grabbeallee 33, Pankow (Live: HipHop & Punk)

25.Mai 2010, Berlin
Gedenken am Wohnhaus von Dieter Eich
Treffpunkt: 17.30 Uhr, S-Bhf. Buch
Kranzniederlegung: 18.00 Uhr, Walter-Friedrich-Straße 52

Straßen aus Zucker#2 ist da!

Hallo Welt!
Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es nun her, dass wir die erste „Straßen aus Zucker“ rausgehauen haben und eigentlich war das Ganze gar nicht als Fortsetzungsgeschichte geplant – es sollte also keine zweite Ausgabe geben. Wir wollten „nur“ dieses blöde deutsche „Superjubiläumsjahr“ (60 Jahre Grundgesetz, 2000 Jahre Varusschlacht, 20 Jahre Wiedervereinigung…) denunzieren und zwar mit einer grundsätzlichen Kritik an Staat, Nation und Kapital sowie einigen Dingen, die damit zusammenhängen. Dass Ihr nun die zweite Nummer in den Händen haltet, liegt in erster Linie an Euch selbst. Wir waren sehr überrascht von dem ganzen Feedback und vielen Bestellungen, haben uns von der Welle der Euphorie mitreißen und für eine zweite Ausgabe begeistern lassen. Ja, selbst eine dritte ist nun schon in Planung. Aber ganz soweit sind wir noch nicht.
Für diese Nummer wollen wir erstmal eine neue Gruppe im großen Redaktionskollektiv begrüßen. Neben der Antifaschistischen Jugendaktion Kreuzberg (AJAK), der Antifaschistischen Schüler_innen Vernetzung (ASV) sowie der Gruppe T.O.P. B3rlin ist nun auch communisme sucré dabei – eine Gruppe, die sich aus einem offenen Treffen des „Straßen aus Zucker“-Bündnisses heraus gegründet hat! So einiges ist also passiert. Komisch, aber trotzdem ist auch vieles so geblieben, wie es war.
Leider hat noch niemand die Nation erschossen, den Staat umgewuppt oder den Kapitalismus niedergedingst. Deutschland ist folglich noch da. Auf Hochtouren. Das Superjubeljahr 2009 geht weiter: Da werden die „Friedliche Revolution“ und die „Wiedervereinigung“ der beiden deutschen Staaten mit Riesentamtam so richtig abgefeiert. Wir feiern nicht mit. Vielmehr haben wir uns gefragt, wie hier Geschichte eigentlich gemacht wird. Dann haben wir lang darüber diskutiert, was aus unserer Sicht am Realsozialismus zu kritisieren ist. Denn uns geht es dabei nicht darum, den Kapitalismus als das bessere Gesellschaftssystem zu propagieren. Und was verbirgt sich eigentlich hinter dem großen Begriff „Kommunismus“? Wir nehmen in dieser Ausgabe den 20. Jahrestag der „Wende“ zum Anlass, uns mit diesen und ähnlichen Fragen zu beschäftigen. Außerdem geht es auch um Graffiti, es gibt ein schickes Plakat, das auch als Sprühschablone taugt und wir haben für Euch ein Interview mit Frittenbude geführt. Diverse Rezensionen von spannenden Büchern und viele, viele Termine gibt‘s noch obendrauf.

Ab kommender Woche sollte es die „Straßen aus Zucker“ #2 im Infoladen eures Vertrauens geben – in Berlin liegt sie z.B. schon in den Buchläden „Schwarze Risse“ aus. Natürlich könnt ihr sie aber auch wieder online bestellen. Das gleiche gilt für die neuen Aufkleber. Oder ihr nehmt eure alte „Straßen aus Zucker“, zerknüllt sie, murmelt „Communismus, Communismus, Communismus“, wartet kurz und entknüllt sie dann wieder:

saz#2
Vielen dank an den Blogger Bauhaustapete für die witzige animierte Grafik!

07.11.2009 // Berlin:

Es gibt kein Ende der Geschichte!

Bundesweite antinationale Demonstration und Aktionswochenende:

Antinationale bundesweite Demonstration und Aktionswochenende gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Freiheitsmythos. Der Zusammenbruch des Ostblocks war kein „Ende der Geschichte“, sondern ein Aufbruch in den globalen Krisenkapitalismus.

Am 09.11.89 begann eine neue Epoche, für die Welt und für Deutschland: Eine Epoche, in der der Kapitalismus endlich über den ganzen Globus herrschte und in der Deutschland seine volle Souveränität zurück gewann. In der New World Order wurde das „Ende der Geschichte“ ausgerufen: die Ideologie der Entideologisierung durch historische Übermacht, die konkurrenzlose Etablierung des kapitalistischen Fortschrittsmodels, an dem nun die gesamte Welt neu vermessen werden konnte.

In Erinnerung an diese ‘Wende’ erreicht 20 Jahre später die deutsche Jubiläumsnationalismussause seinen diesjährigen Höhepunkt im November. Der 9.11.2009, das sind gleich drei Dinge auf einmal: 20 Jahre ‘Wende’, 20 Jahre ‘Mauerfall’, 20 Jahre ‘Einheit in Freiheit’ in der Krise. Und bei Spiel, Spaß und Spannung kann, darf und soll von Saarbrücken über Leipzig bis Berlin auf den Deutschland-Fanmeilen auch jeder mitmachen. Am Brandenburger Tor lässt der Staat noch einmal die Mauer in Styropor errichten – um sie am 9. November im Gedenken abermals friedlich einzureißen und Geschichte zu deutscher Kultur werden zu lassen. Aber: es gibt kein Ende der Geschichte. Wenigstens bis zum Kommunismus. Bis dahin rufen wir auf zur bundesweiten antinationalen Demonstration gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Gründungsmythos einer friedliebenden deutschen Nation, der heute und immer schon eine besondere „Begabung zur Freiheit““ (Köhler am 8.Mai) attestiert wird.
Zum Aufruf

Staat. Nation. Kapital. Scheisse!
Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

Weitere Aufrufe gibt es hier und hier.

7.11

Termine in Berlin:

06.11.2009 // 20:15 Uhr
Podiumsdiskussion: „Ausgerechnet Bananen!“ Zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus
HU Berlin (Hörsaal 2002, Hauptgebäude, Unter den Linden 6)
Eine Veranstaltung von TOP B3rlin.

07.11.2009 // 16 Uhr
Bundesweite antinationale Demonstration vom Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten.
Treffpunkt: Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)
-> Karte zur Demonstration

07.11.2009 // 23 Uhr
Party: „auf zu neuen ufern…“ im MS Hoppetosse (Eichenstr.4)
2 floors, mit CanDJane (Pentagonik), Hawkinson (Pure Substance/Müller Rec.) Grizzly (salon renate/plusplus) plus special guests
Infos: www.myspace.com/tanzimplantat & http://top-berlin.net

Achtet auf weitere Ankündigungen!

Die Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung (ASV) unterstützt die antinationale Demonstration am 07.November in Berlin.

2. Offenes Treffen des „Strassen aus Zucker“- Bündnisses

Du fandest die erste Ausgabe der „Strassen aus Zucker“ richtig gut und/oder willst über einiges nochmal diskutieren…

Du hast Bock mitzumachen, was ähnliches zu machen und/oder andere Ideen politisch aktiv zu werden…

Du suchst eine Gruppe oder willst mit Freund_innen was aufziehen und brauchst Unterstützung…

Komm doch einfach zu unserem offenen Treffen!

Diesen Freitag – 11.09. – 18.00 Uhr:
tristeza (Café&Bar. Pannierstr. 5 – Berlin-Neukölln – U Hermannplatz)

SaZ

Check: Strassen aus Zucker