Archiv der Kategorie 'Erinnerung'

antifaschistische Streetparade zum Tag der Befreiung Neuköllns

Am 28. April wollen wir mit Euch den Tag der Befreiung Neuköllns (Berlin) durch die sowjetischen Truppen feiern und den vielen Millionen Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden gedenken.

Dazu finden verschiedene Veranstaltungen statt, unter anderem wird es eine antifaschistische Streetparade vom Rathaus Neukölln aus geben.

neukölln befreiung
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Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

dieter eich
Niemand ist vergessen!
Arbeitszwang, Leistungsdruck, Naziterror und soziale Ausgrenzung überwinden!

Gedenkdemo anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich

Am 25.Mai 2000 ermordeten vier jugendliche Neonazis Dieter Eich in seiner Wohnung im Berliner Stadtteil Pankow-Buch. Vor Gericht gaben sie später an, sie hätten den 60-jährigen Sozialhilfeempfänger umgebracht, weil sie einen „Assi klatschen“ wollten.
Zehn Jahre nach diesem Mord soll mit einer Gedenkdemonstration und weiteren Veranstaltungen sowohl die Erinnerung an die Tat wach gehalten werden, als auch die gesellschaftlichen Hintergründe aufgezeigt werden, die diese Tat erst ermöglichten.

Die Vorraussetzungen für solch einen Mord schaffen nicht in erster Linie gewaltbereite Neonazis, sondern auch ein tief in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelter Arbeitsethos, der die Würde von Menschen größtenteils anhand ihrer Verwertbarkeit für den Kapitalismus misst. Die aktuelle Debatte um Hartz IV zeigt den staatlichen Ausdruck der Entwürdigung Erwerbsloser in diesem System. So empfahl beispielsweise Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin Hartz IV-Empfänger_innen öfter kalt zu duschen. Dies schmälere nicht nur die Staatsausgaben, sondern bringe auch die Körper der vermeintlich „Arbeitsscheuen“ in Form. Roland Koch legte nach und forderte den sofortigen Arbeitszwang für Erwerbslose. SPD-Vieze Hannelore Kraft hingegen empfahl unter Bezugnahme auf die allgemeine Arbeitsknapppheit, Hartz IV-Bezieher_innen sollten für ein entsprechendes Zubrot im Park Laub harken oder andere Tätigkeiten übernehmen. Was Kraft blumig als „Gemeinwohl-orientierten Arbeitsmarkt“ beschreibt, ist letzten Endes nichts anderes als die Forderung nach der Schaffung eines weiteren Niedriglohnsektors für Erwerbslose. Auf diese Weise wird in der Öffentlichkeit ein alles und jede_n umfassendes Wertesystem gefestigt, das (Lohn)arbeit zum höchsten Gut erhebt und Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen von sozialer Teilhabe und dem gesellschaftlichem Reichtum ausschließt. Ohne diesen funktionalen Arbeitsethos wäre die staatliche und gesellschaftliche Ausgrenzung nicht Leistungsfähiger/ -bereiter, die alltägliche Konkurrenz aber auch die daraus resultierende Gewaltbereitschaft gegen sozial Ausgegrenzte nicht denkbar. Im Rahmen dieses mehrheitsgesellschaftlichen Diskurses wird es den Mörder_innen so genannter „Asozialer“ ermöglicht und erleichtert, ihr Handeln öffentlich zu legitimieren.

Die Vorstellung, dass mensch um jeden Preis arbeiten müsse, so schlecht die Bedingungen auch sein mögen, hat eine lange Durchsetzungsgeschichte. Über Jahrtausende wurde bereitwillig (oder auch durch Zwang) wechselweise für Gott, Vaterland und zur Erhaltung des nationalen Standorts mühselig schwerste Arbeit verrichtet. Dieses Prinzip ist über eine lange Zeit durch und für Menschen geschaffen und erhalten worden – es zu beseitigen liegt darum in der Hand von jedem_jeder selbst. Es ist die Verantwortung von uns allen, Arbeitszwang, Leistungsdruck und soziale Ausgrenzung zu überwinden. So gilt es also auch mit den eigenen Zwangsvorstellungen zu brechen und dem Staat mit all seinen Schikanen, die er gegen vermeintliche „Sozialschmarotzer“ ausübt, eine klare Absage zu erteilen. Am 23. und 25.Mai wollen wir darum für eine Gesellschaft auf die Straße gehen, die den Anspruch in sich trägt, jegliche Form von Diskriminierung und Unterdrückung Geschichte werden zu lassen.

Der Mord an Dieter Eich steht in einer langen Reihe von Morden und Gewalttaten, die seit dem Mauerfall von Neonazis in Deutschland verübt wurden und reiht sich auch in eine seit Jahren nicht endende Welle rechter Morde in Europa ein. Wir wollen Dieter Eich gedenken, so wie allen anderen Opfern rechter und sozial-chauvinistischer Gewalt.

Niemand ist vergessen!
Kommt zur Demonstration und Kundgebung, um in Buch und Umgebung ein deutlich wahrnehmbares antifaschistisches und antikapitalistisches Zeichen zu setzen!

23. Mai 2010, Berlin
Demo: 14.00 Uhr, S-Bhf. Buch
Konzert: 19.30 Uhr, Kurt-Lade-Club, Grabbeallee 33, Pankow (Live: HipHop & Punk)

25.Mai 2010, Berlin
Gedenken am Wohnhaus von Dieter Eich
Treffpunkt: 17.30 Uhr, S-Bhf. Buch
Kranzniederlegung: 18.00 Uhr, Walter-Friedrich-Straße 52

„Keine Versöhnung mit Deutschland!“

Der 13. Februar steht ins Haus und es scheint nicht so, als fehle es in Dresden in diesem Jahr an dem Willen, sich selbst zu betrauern. Ganz im Gegenteil: Die Bombardierung jährt sich zum 65. Mal. Außerdem ist erneut mit tausenden Nazis zu rechnen. Bundesweit wächst das Interesse an einer Blockade des Aufmarsches. Zivilgesellschaft und Politik in Dresden machen hingegen wenig Anstalten. Kritik, in welchen Formen auch immer, ob praktisch oder theoretisch, ist also gefragt! Infos und Aktionen auf der Mobiseite und bei AK Abriß und Kritik.

Ab Berlin wird es am Freitag, 12.2. (nachmittags) eine gemeinsame Busanreise zur Vorabenddemo am abend in Dresden geben. Karten sind für 8 € in den Schwarze-Risse-Buchläden zu haben. Zurück nach Berlin geht es Samstag abend. Am 28.1. gibt es im Projektraum Neukölln (Hermannstr. 48) eine Infoveranstaltung. Weitere Infos findet ihr hier.

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Gedenkveranstaltungen zur KZ-Befreiung

Vor rund 65 Jahren befreite Rote Armee Auschwitz. In Pankow wird am 27.01. der Naziopfer gedacht:

Mi // 27. Januar 2010 // 18 Uhr // Betsaal des Ehemaligen Jüdischen Waisenhauses, Berliner Straße 120/121: Gedenkfeier anläßlich des 65. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Schüler_innen Pankower Schulen verlesen Ausschnitte aus dem Tagebuch des Dawid Rubinowicz, Karsten Troyke singt jüdische und jiddische Lieder. Im Anschluß findet die traditionelle Lichterkette statt.Veranstaltet von Kommission Bürgerarbeit Pankow und VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.

Mi // 27. Januar 2010 bis Fr 12. Februar 2010 // täglich (außer Montag und Sonntag) von 15 bis 22 Uhr // Jugendklub M24 (Mühlenstr. 24): Die Wanderausstellung „Jüdisches Leben in Pankow. Vom Anbeginn zum Neubeginn“ ist im Jugendclub M24 zu sehen. Veranstaltet von der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.

Sa // 30. Januar 2010 // 10 Uhr // Treffpunkt vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121: Rundgang zu Stätten ehemaligen Jüdischen Lebens mit Claudia Saupe. Veranstaltet vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus Pankow und der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.. Informationen: VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.

Nichts und Niemand ist vergessen!

Antifa-Demo: 23.Mai 2010 | Berlin Buch

Silvio Meier – Demo 2009

silvio

Am 21. November 1992 wurde der Hausbesetzer und Antifaschist, Silvio Meier, am U-Bahnhof Samariterstr. von Neonazis erstochen. Im Gedenken an ihn findet deshalb jedes Jahr eine antifaschistische Demonstration in Berlin statt. Die Silvio-Meier-Gedenkdemo thematisiert aber auch jährlich Themen wie die Bedrohung von Hausprojekten, die regelmäßigen Repressionswellen gegen linke Strukturen durch Staat und Polizei sowie die Verdrängung sozial Schwacher durch die Kiezumstrukturierung.

Die Gefahr, welche von Nazis in Friedrichshain ausgeht, ist bis dato nicht gebannt. Im Sommer diesen Jahres wurde ein Linker von Neonazis am S-Bhf. Frankfurter Allee fast totgeschlagen. Außerdem eröffnete die Marke „Thor-Steinar“ ein Geschäft in der Petersburger Straße. Das zeigt, dass ein antifaschistischer Selbstschutz nötig ist.

Die Silvio Meier Demo ist ein Ausdruck antifaschistischer Kultur und Lebensweise, sowie eine klare Ansage an Faschisten, Rassisten und autoritäre Arschlöcher.

Enough is Enough! Linke Freiräume schaffen! Gegen Nazis, Staat und Kapital!

Mahn­wa­che: Sams­tag | 21. No­vem­ber 2009 | 15 Uhr | U-Bhf. Sa­ma­ri­ter Stra­ße
Demo: Sams­tag | 21. No­vem­ber 2009 | 16 Uhr | U-Bhf. Sa­ma­ri­ter Stra­ße
Party: Sams­tag | 21. No­vem­ber 2009 | 21 Uhr | K9 / Kin­zig­stra­ße 9

Den ge­sam­ten Auf­ruf gibt es hier.

„Remember the 9th of November“

Rundgang: 07.11. // 11 Uhr // Waisenhaus
Ausstellung ab 09.11. // 15.30h // Rathaus Pankow
Demo 09.11. // 17:00 Uhr // Treffpunkt Mahnmal Levetzowstr.

Ab dem 9. November 2009 um 15.30 Uhr wird die überarbeitete und neu gestaltete Ausstellung „Jüdisches Leben in Pankow – Vom Anbeginn zum Neubeginn“ im Rathaus Pankow (Breite Str. 24A) erstmals feierlich präsentiert und dort dann zwei Wochen zu sehen sein (werktags 6-20 Uhr). Bereits am 7. November findet ab 11 Uhr ein Rundgang zu Stätten ehemaligen Jüdischen Lebens in Pankow statt (Treffpunkt vor dem Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121, nahe U-/S-Bahnhof Pankow). Beides organisiert und veranstaltet die VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. im Gedenken an die Opfer der antisemitischen Pogromnacht in Nazideutschland am 9. November 1938. Am 9.11., ab 17 Uhr findet die alljährliche Gedenkdemo in Moabit statt (Treffpunkt Mahnmal Levetzowstr.) Weitere Infos und eine antifaschistische Zeitung zum Gedenken am 9.11. findet ihr auf den verlinkten Seiten.

9nov

8. & 9. Mai

Festessen zum 8. Mai in Bernau

Am 8. Mai – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus – laden wir, die Antifaschistische Aktion Bernau, zu einem Festessen mit Sekt und Musik auf dem Bernauer Marktplatz ein. Vorher gibt es vom Stadtverband der Linken eine Kundgebung am Sowjetdenkmal in der Mühlenstrasse. Für uns gilt es, am 8. Mai an die Opfer der schrecklichen Taten der Nationalsozialisten zu erinnern. Der Tag ist für uns allerdings auch Anlass, den Frauen und Männern der Roten Armee und der alliierten Streitmacht für die Zerschlagung Nazi-Deutschlands zu danken und die Befreiung vom deutschen Faschismus zu feiern.

In diesem Sinne: Wer nicht feiert, hat verloren!

Kundgebung:
17 Uhr // Sowjetdenkmal (Mühlenstrasse, Bernau)

Festessen:
18 Uhr // Marktplatz (Bernau)

… und danach?
Das HipHop-Projekt „La Resistance“ geht auf Tour und spielt am Tag der Befreiung in Strausberg. Support gibt es von Monkey Mob (HipHop aus Berlin) und den DJans von TwoFootDiscoTigers (Alltime aus Buckow).

08.05.2009 // 20 Uhr // Horte (Strausberg)

weitere Informtionen: http://antifabernau.blogsport.de/

Wer nicht feiert, hat verloren! Fest im Treptower Park

9.5.

Feiert mit uns den 64. Jahrestag des Sieges über den Faschismus! Wir möchten an die große Leistung der Roten Armee erinnern, die dem von Nazideutschland ausgegangenen Morden ein Ende bereitete. Neben Informations- und Bücherständen, Führungen zum Ehrenmal, einem Kinderprogramm und russischer Küche wird ein deutsch/russisches Kulturprogramm geboten. Auftreten werden Trio Scho?, die Bolschewistische Kurkapelle, Bloody Kalinka, Cosmonautix, und der Internationale Chor Impuls aus Gropiusstadt.

Kommt am 9. Mai von 13 bis 23 Uhr zum Treptower Park. Puschkinallee, Parkplatz am Rosengarten in der Nähe des sowj. Ehrenmals!

Weitere Informationen: www.9-mai.tk.